Manuela Schöniger:

»Als meine damalige (männliche) Führungskraft mir anbot, an der FrauenFührungsAkademie teilzunehmen, konnte ich erst nicht so recht etwas damit anfangen. Warum brauchen Frauen den ein gesondertes, auf sie zugeschnittenes Training? Das gibt es doch für Männer auch nicht. Sind wir anders?
Nach dem Training sage ich (und damit meine ich erst einmal nur mich selber):
Nein, so anders sind wir nicht, aber in einer Frauengruppe, so ganz unter sich und ohne das Imponiergehabe mancher Männer, lässt sich manches viel einfacher besprechen. Man agiert tatsächlich anders und hat so die Gelegenheit, ernsthaft an sich zu arbeiten. Sind nur Frauen anwesend, erlaube ich mir auch einmal die nicht so gern gezeigten Gefühlsregungen, wie Enttäuschung, Verzagen, Schwäche – dazu gehört für mich eine Menge Mut und Vertrauen. Das habe ich dadurch, dass man mehrere Tage und Abende zusammen ist, geschafft.
Mir selber ist es gar nicht so bewusst, ich bekomme es aber aus meinem beruflichen Umfeld zurückgespielt: es muss ein Wandel in meiner Persönlichkeit stattgefunden haben.
Eine meiner Visionen, die während dieses Trainings herausgearbeitet wurde war, mehr Gelassenheit in meinen Alltagssituationen zu gewinnen. Und das habe ich geschafft. Immer wieder sage ich mir: „Du darfst dich aufregen, bist dazu aber nicht verpflichtet“ – wie schön das erdet und mich immer auch zu einem Schmunzeln bringt.
Bisher habe ich zwei der drei Module durchlaufen und freue mich nun, nach einer längeren Pause, im Frühjahr auf das dritte Modul zu absolvieren.«